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Was ist los?

Was ist los? Mein Februar-Newsletter 


Marie Claire Newsletter

­von Nicola Le Vourch

Chefredakteurin

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie erhalten diesen Newsletter auf eigenen Wunsch, gemeinsam mit weiteren 22.593 Menschen. Für alle, die das erste Mal reinlesen: Hier erfahren Sie, was uns in der Redaktion bewegt – persönliche Gedanken, Anekdoten, Highlights.

HIGHLIGHT

Ein Highlight sind definitiv unsere neuen Vitra Bürostühle HAL RE von Designer Jasper Morrison. Wer unseren Newsletter verfolgt weiß, dass bereits „billige“ Stühle in Konferenzen bei uns zusammenbrachen und wir uns vornahmen, zukünftig beim Kauf von Büromöbeln auf Qualität zu setzen. Jetzt sind sie da: unsere Stühle für eine lange Zukunft und ich finde, wir haben es uns nach vier wunderschönen Marie Claire-Ausgaben verdient, uns angstfrei zu setzen. Die nächsten vier Ausgaben in 2026 für Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter können wir jetzt entspannt in Angriff nehmen. Die Frühjahrsausgabe erscheint am 28. März mit vielen frischen Inspirationen, starken Frauen im Interview und Reportagethemen mit gesellschaftlicher Relevanz. Wer mag, kann die neue Marie Claire schon jetzt im Shop vorbestellen.

RÜCKBLICK

Nach einer wichtigen Auszeit zwischen den Jahren hatten wir Mitte Januar in der Redaktion ein Kick-Off-Meeting. Wir zeigten, wo Marie Claire steht. Dass wir uns nach der Neueinführung glücklich schätzen, genau dort am Kiosk zu liegen, wo wir hinwollten, bei den hochwertigen Mode- und Frauenzeitschriften mit dem besonderen Schwerpunkt, dass wir nicht nur Fashion- und Beautythemen aufgreifen, sondern auch frauenrelevante gesellschaftliche Reportagen und Karrierethemen. Besonders interessant für uns: laut unserer Leserumfrage sprechen wir sowohl Frauen im Alter von 40–60 an als auch junge Frauen mit Mitte/Ende 20, die besonders die Haptik und Optik von Marie Claire mögen. Diese besondere Themenmischung von Marie Claire reflektiert die Persönlichkeiten, die daran arbeiten. Wir haben sehr unterschiedliche Frauentypen im Team und sie alle tragen zu dem Ergebnis bei, das Sie als Leser:innen vier Mal im Jahr in Händen halten. Das Meeting war ein Dankeschön und positives Signal an alle Mitarbeitenden, was positiv aufgenommen und an uns zurückgespielt wurde.

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WAS MICH BEWEGT

Letzte Woche war in München „Winter-Wonderland“ und ich ging morgens mit meinem Hund in dieser weißen Landschaft spazieren, als ich unbeabsichtigt Beobachterin dieser Szene wurde. Ein Holzschlitten, ein kleiner Junge, ca. fünf Jahre alt, daneben, und eine Mutter mit Handy in der Hand. Sie macht Selfies von sich vor dem Schnee, dann sagt sie zu ihrem Sohn, der gerade versucht, den Schlitten zu wenden: „Komm, wir machen ein Foto von uns im Schnee“.

Dieser verneint. Er sagt nicht nur ein kurzes quengelndes „Nö“ oder „Nee", nein – zu meinem Erstaunen antwortete er in einem sehr klaren und deutlichen Satz: „Nein, ich möchte kein Foto machen“. Darauf reagiert die Mutter, ohne nachzufragen warum der Junge kein Foto machen möchte, mit der bekannten Wenn-Dann-Masche: „Gut, wenn Du kein Foto machen willst, dann will ich nicht mehr Schlitten fahren“. Fazit: Der Junge gab sich geschlagen und ließ die Fotosession über sich ergehen. Es wurden keine Fotos von ihm spielend oder rodelnd im Schnee gemacht, nein, er musste mit der Mutter zusammen in die Kamera schauen und gemeinsame Selfies aufnehmen.

„Da wird sich die Oma aber freuen“ war der abschließende Satz der Mutter. Ich denke, der Oma würde die Freude vergehen, wenn sie wüsste, wie die Bilder entstanden sind - zumindest hoffe ich das. Ich denke, auch Kinder haben ein Recht auf ein NEIN, besonders wenn die Aufforderung oder Anfrage für die Gesundheit oder das Leben des Kindes nicht wirklich wichtig sind.

Natürlich müssen Kinder ein „Nein“ akzeptieren, wenn es um die Regeln des Zusammenlebens geht. „Gehst du jetzt bitte ins Bett“, „Kannst du dir jetzt die Zähne putzen“, „Geh bitte nur an der Ampel über die Straße“… bei diesen Aufforderungen sollte ein Nein tatsächlich nicht akzeptiert werden. Hier findet Erziehung statt. Aber mit welchem Recht wurde bei der „Wir machen ein Foto“-Situation die klare Antwort des Jungen ignoriert? Zumal dieses Bild dann digital geteilt wird. Das Recht am eigenen Bild – es gilt auch für Kinder. Diese haben nämlich Persönlichkeitsrechte altersunabhängig, und damit auch ein Recht am eigenen Bild.

Bis zu einem Alter von sieben Jahren entscheiden die Eltern über Aufnahmen ihrer Kinder. Bereits ab acht Jahren teilen Kinder und Eltern beim Recht am eigenen Bild die Entscheidungsgewalt und ab dem 14. Lebensjahr ist sogar die Einwilligung des Kindes für Aufnahmen notwendig. Das gilt besonders für die Veröffentlichung von Bildern in sozialen Medien oder im Status von Messenger-Diensten wie WhatsApp.

Mehr Infos unter diesen beiden Links:

LINK 1

 

LINK 2

 

Über das Posten und Veröffentlichen von Kinderbildern wird inzwischen viel diskutiert, doch über das Aufnehmen noch sehr wenig. Auch hier sollten meiner Meinung nach die Gefühle des Kindes respektiert werden. Zudem macht es für mich einen Unterschied, ob ich reportiere und das Kind beim Spielen oder Spaziergang in natürlichen Situationen aufnehme oder ob ich es zu inszenierten Selfie- bzw. Fotosessions bitte oder gar zwinge. Ein „Nein“ sollte respektiert werden, oder?

THEMEN AUS ALLER WELT

(Tipp: auf Google-Translate „Deutsch“ rechts oben im Eck des Beitrags klicken)

 

Die Rechte von Frauen und Kindern sind ein Anliegen vieler Marie Claire Ausgaben

 

MARIE CLAIRE GREECE

Neues Taliban-Gesetz legalisiert Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Es erlaubt Prügelstrafen ohne Bestrafung der Täter.

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MARIE CLAIRE KROATIEN

Ein Tabu namens Mutter: Frauen sollen Kinder so erziehen, als hätten sie keine Arbeit, und so arbeiten, als hätten sie keine Kinder.

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MARIE CLAIRE Niederlande

Rückruf: Beliebte Kinderspielzeuge der Marke Action könnten Asbest enthalten

Ein beliebtes, dehnbares Spielzeug entpuppt sich als Quelle einer unsichtbaren Gefahr.

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DIESEN MONAT AM HÄUFIGSTEN AUFGERUFEN

 

Marie Claire Spanien:

Die 3 besten klaren und intensiven Damendüfte für pure Eleganz im Jahr 2026

LINK

 

Marie Claire Italien:

Humphrey Bogart: „Katharine Hepburn kümmerte sich einen Dreck um ihr Aussehen“

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MITMACHEN

Unter dem Motto „Mehr Fashion, mehr Wirkung“ laden Marie Claire und Coccinelle am Dienstag, den 17. März, zu einem inspirierenden Styling-Event ein, bei dem Mode, persönlicher Stil und selbstbewusste Präsenz im Mittelpunkt stehen. Ich werde an dem Abend den Talk mit unserer Fashion Direktorin und Stylistin Natalie Manchot sowie der strategischen Kommunikationsberaterin und Buchautorin Christiane Wolff moderieren. Gemeinsam geben sie spannende Einblicke, wie gezieltes Styling die eigene Ausstrahlung stärkt und die Sichtbarkeit im Job positiv beeinflussen kann. Freuen Sie sich auf einen stilvollen Champagnerempfang, praktische Styling-Tipps, exklusive Shopping-Time sowie ein Flying Dinner im

 Coccinelle Store in München (Theatinerstr. 12)  

Beginn ist um 18.00 Uhr.

Marie-Claire-Leserinnen sind herzlich eingeladen – die Plätze sind limitiert, daher gilt „First come, first serve“. Senden Sie mir bitte unter [email protected] kurz Ihren Namen per Mail für die Gästeliste und Sie bekommen eine Rückmeldung, ob Sie dabei sind.

 

BÜRO BÜRO

Manchmal ist mein „Büro" auswärts, wenn ich auf Reisen bin, für Recherchen, Festivals, Fashion-Shows, Meetings oder geschäftliche Einladungen. Dann sitze ich oft noch wenige Minuten vor Beginn auf dem Hotelzimmer und tippe E-Mails oder Texte in meinen Laptop. Letzten Monat war ich zu einem Abendempfang in einem wunderschönen Hotel am See eingeladen. Völlig vertieft in die Arbeit, bemerkte ich nicht, wie die Zeit verging, und ich öffnete wirklich erst 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung meinen Koffer, um die Abendgarderobe anzuziehen. Und was musste ich – über 150 km entfernt von meinem Zuhause – feststellen? Ich hatte mein Schminktäschchen vergessen! Mir war zum Heulen zumute. Abendempfang und kein Make-up. Ich fühlte mich nackt. „Vielleicht gibt es im Spa des Hotels noch eine Wimperntusche", dachte ich und lief nervös den Hotelflur entlang. Da traf ich vor einem Nachbarzimmer auf die Chefredakteurin einer anderen Zeitschrift. Wir kannten uns kaum, doch in meiner Verzweiflung sprach ich sie an, ob sie mir mit einer Wimperntusche aushelfen könnte. „Moment", sagte sie, als sie hinter ihrer Zimmertür verschwand und die Tür dann erneut öffnete und mir eine nagelneue Wimperntusche in die Hand drückte. „Die ist ganz neu, die darfst du behalten", war ihre Antwort. Selten habe ich mich so über eine Mascara gefreut. Ich setzte sie an dem Abend auch als Eyeliner und Brauenstift ein und zum Schluss fand ich noch einen Lippenstift in meiner Handtasche, der sich sowohl auf dem Mund als auch auf den Wangen gut machte. Manchmal sind es die kleinen Dinge und Gesten, die einen groß erfreuen. Vergnügt lief ich zur Veranstaltung und meiner Retterin gehört für immer der erste Drink.

In meinem nächsten persönlichen März-Newsletter werde ich Ihnen das Cover und die Themen unserer Frühjahrsausgabe vorstellen und ich hoffe, ich kann über erste Sonnenstrahlen berichten.

Herzlichst

Nicola Le Vourch

DAS LETZTE WORT

hat heute Jesper Juul (Familientherapeut)

 

"Kinder machen nicht das, was wir sagen, sondern das, was wir tun."

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